40. Kirchweihfest St. Markus

Mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Stehempfang feiern die Katholiken aus Rohracker und Hedelfingen den 40. Jahrestag der Weihe der St. Markus-Kirche am Sonntag, 7. Oktober. Die festliche Eucharistiefeir, die vom Kirchenchor mirtgestaltet wird, beginnt um 10.45 Uhr.

Am 1. Oktober 1978, also vor 40 Jahren wurde unsere Markuskirche durch Bischof Dr. Georg Moser geweiht.
In der Urkunde im Schlussstein ist von „schwierigen Jahren“ die Rede. Die Erleichterung der damals Verantwortlichen gipfelt in dem Satz: „Heute nun dürfen wir das Werk beenden und danken voll Freude Gott für das gute Gelingen.“ Die Freude und Erleichterung ist nur zu verständlich, nur 12 Jahre zuvor wurde die St. Paulus Kirche nach langjähriger Planung und 3 Jahren Bauzeit in Rohracker geweiht und nur 5 Jahre vorher wurden die ehemals Obertürkheimer Filialorte Hedelfingen und Rohracker eine selbstständige Pfarrei und Pfarrer Markl wurde investiert. Für die Gemeindeglieder und die Frauen und Männer des Kirchengemeinderats mit ihren damaligen 2. Vorsitzenden Josef Schwarz war das sicher eine interessante aber auch arbeitsreiche und anstrengende Zeit.

Auch in Hedelfingen begannen die Planungen schon im Jahr 1960. Wegen der Nähe zum Neckarhafen dachte man damals an eine Anlage mit Kirche, Kindergarten, Gemeinderäumen und Schifferheim. Letztlich war es die Bauplatzfrage, die das Projekt zunächst scheitern ließ.

Mit dem Bau des doch abgelegenen Gemeindezentrums Rohracker waren die Bedürfnisse der Hedelfinger Katholiken nicht befriedigt. Im Jahr 1970 konnte schließlich der Bauplatz am Ortsrand bei der Otto-Hirsch-Brücke erworben werden. Architekt Gerold Reutter plante dann ein Gemeindezentrum, das man in einzelnen Bauabschnitten zu erstellen hatte. Allerdings stieß das schrittweise Bebauen des Platzes bei der Stuttgarter Baubehörde auf wenig Verständnis.

Trotzdem begann man zunächst mit dem Bau des Kindergartens, wobei man schon Ende 1970 beschlossen hatte, im Untergeschoß einen provisorischen Gottesdienstraum einzurichten, der eigentlich als Gymnastikraum geplant war. Ins Obergeschoß des Kindergartens kamen Wohnungen. Im zweiten Bauabschnitt wurde das Pfarrhaus mit Pfarrbüro, Pfarrwohnung und Appartement für die Haushälterin erstellt. Pfarrer Markl konnte am 7. Juli 1975 einziehen. Die städtische Baugenehmigung für den Kirchbau wurde am 11. Mai 1977 erteilt, Baubeginn war der 2. August. Gut ein Jahr später, am 1. Oktober 1978 war die Markuskirche fertig.

Die Markuskirche ist ein moderner Bau über einem vieleckigen Grundriss. Besonders hervorzuheben sind in der Kirche die Arbeiten von Egino Weinert, einem Kölner Bildhauer und Goldschmied. Von ihm stammen: Altar, Ambo, Tabernakel, Sedilien, Hängekreuz, Taufbrunnen, Osterleuchter, Türgriffe, Kelch und Hostienschale. Seine Materialien sind insbesondere Bronze mit Emaileinlagen und Stein. Dargestellt sind biblische Szenen.

Über dem Altar hängt ein Bronzekruzifix mit Bergkristallen. In Email zeigt es mittig das Kreuz Christi, über den Querbalken Sonne und Mond. Unter dem Kreuz stehen, wie üblich, Maria und der Lieblingsjünger Johannes und, ganz unüblich, Johannes der Täufer und Franziskus, der vielleicht an den Kirchenpatron von Obertürkheim erinnern soll. Auf der Rückseite des Hängekreuzes ist die Fußwaschung dargestellt.

Die Emailbilder am Tabernakel zeigen das Abendmahl, die Anbetung der Hirten, den ungläubigen Thomas, Petrus wandelt über den See, Jesus und die Kinder. Für einen Tabernakel sind dies etwas ungewöhnliche Bilder. Auch die turmartige Tabernakelstele ist voller Bilder aus dem Leben Jesu, wie die Anbetung der Könige, Darstellung im Tempel; auf der Spitze Jona und der Walfisch. Es lohnt sich, diese Darstellungen wieder einmal genau zu betrachten.

Aber auch in letzter Zeit, hat die Ausstattung der Kirche wertvolle Ergänzungen erfahren. Vor zwei Jahren bekam die Kirche eine Pfeifenorgel und dieses Jahr eine Statue des Evangelisten Markus, so dass nun auch der Kirchenpatron in der Kirche zu sehen ist.

(Text: Karl-Anton Schuster; Bilder: Archiv Pfarramt St. Markus)

 

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