Stille und Gebet am Karsamstag

Der Karsamstag ist der stillste Tag im Jahr – so sieht es die Liturgie vor. Gott hat seinen Sohn in die Welt geschickt und dieser wurde den Menschen gleich, bis zum Tod. Er ist weder vom Kreuz herabgestiegen, noch direkt vom Kreuz aus aufgefahren zum Vater im Himmel. Er ist hinabgestiegen in das Reich des Todes, gerade in der Vorstellung der Menschen in der Antike der Nicht-Ort schlechthin.

Nicht das Sterben, sondern das Tod-Sein ist der tiefste Punkt menschlicher Existenz. Bis zu diesem Punkt geht die Geschichte Gottes mit den Menschen. Und darüber hinaus: Seit der Auferstehung Christi weiß der gläubige Mensch, dass der Tod nicht das Ende ist. Davon kündet Ostern: Auch und gerade in diesem Jahr 2020.

(Bild: 14. Kreuzwegstation, www.pfarrbriefservice.de)

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